Roboterwölfe – keine Fiktion

Manchmal ist es wirklich unheimlich, wie schnell die Wirklichkeit fiktive Geschichten einholen kann: In meinem neuen Eco-SF-Roman für Kinder, der am 1. September erscheint, treiben Roboter-Wölfe Ihr Unwesen. Nun ploppt hier auf T-Online folgende Meldung auf:

 

Am 1. September 2024 geht die Geschichte von „Somniavero“ weiter!

Was lange währt, wird endlich gut: Im September erscheint die Fortsetzung meines Zukunftsromans für Kinder:

In Somniaveris – Wandlerin zwischen den Welten folgen wir Jochanan und Akascha ins Berlin des Jahres 2131. Dort treffen die jungen Zeitreisenden auf alte Bekannte und müssen neue Herausforderungen bestehen, die ihre Freundschaft auf eine harte Probe stellen.

Zehn Jahre sind ins Land gegangen, bis ich die Geschichte  weitererzählen konnte, denn der Verlag Mixtvision war leider nicht an einer Fortsetzung interessiert. Der Oldib Verlag ist in die Bresche gesprungen und hat inzwischen nicht nur den ersten Band neu aufgelegt, sondern auch mit großem Engagement die Produktion der Fortsetzung ermöglicht.

Bis zum Erscheinen des Buches poste ich immer mal wieder ein paar Anekdoten zur Entstehung und zu den Hintergründen der Zeitreisegeschichte, um die Wartezeit zu verkürzen. Außerdem gibt es demnächst auch eine Verlosung, also abonniert den Blog, damit Ihr nichts verpasst!

Hier schon mal die erste kleine Hintergrundgeschichte:

Die Hauptfigur Jochanan (oben rechts auf dem Cover) hat eine gewisse Ähnlichkeit mit meinem damals elfjährigen Sohn. Das ist zwar eigentlich nicht verwunderlich, da ich meinen Sohn beim Schreiben zwangsläufig im Kopf hatte.

Allerdings hat die Illustratorin Julia Dürr nie ein Bild von ihm gesehen! Und trotzdem sieht ihre Version von Jochanan fast genau so aus. Ein klarer Fall von Gedanken- oder vielmehr Bildübertragung. Die Magie der Worte!

1993 – 2024: Sitting on Top of the World

Zitat

Die Aussicht hat sich leider in den letzten 30 Jahren nicht wirklich geändert:

The masters of industry are killing for oil
There’s poison in the air, the water and the soil
[…]
I turn on the TV and it makes me want to cry
There’s killing and there’s torture, there’s destruction and there’s lies
And our leaders talk rubbish and more people die …

Das Zitat stammt diesmal nicht aus einem Buch, sondern aus dem Song Sitting On Top Of The World von The Pogues (1993).

Das Beitragsbild, bei dem wir uns buchstäblich „on top of the world“ befinden, ist übrigens kürzlich auf dem Ben Hope entstanden, einem Munroe (= Berg, der mindestens 900 m hoch ist) ganz im Norden von Großbritannien. Der Name „Ben Hope“ wäre ein cooler Kontrast zu dem zitierten Song-Text – wenn das gälische „Beinn Hòb“ nicht übersetzt „Hügel über der Bucht“ bedeuten würde.

Und bevor jemand fragt: Wir waren kürzlich drei Wochen lang in Schottland wandern. Einsam, kalt, grandios!!! Vielleicht sollte ich hier mal off topic ein paar Bilder sowie unsere Reiseroute posten… ?

Projektarbeit mit Schülern zu „Somniavero“

Beim Stöbern im Internet anlässlich der demnächst anstehenden Fortsetzung von „Somniavero“ bin ich auf diese Seite der Gesamtschule Wuppertal gestoßen, wo unsere Projektarbeit mit Schülern beschrieben wird. Schön war’s! 🙂https://www.ge-langerfeld.de/2021-10-30Lekt%C3%BCreprojekt%22Somneavero%22

Unterrichtsmaterialien zu „Somniavero“ finden sich auch hier zum Download:

Somniavero – Unterrichtsmaterial

 

 

Phantastische Kurzgeschichten zu Weihnachten

Stille Nacht, höllische Nacht

Ich träume von einer weißen Weihnacht, doch der Aggregatzustand der Welt ist grau. Es ist der 24. Dezember, und überall ist Wasser. Wir haben die Städte aufgegeben. Keine Tannenspitze ragt mehr aus der See, nur schroffe Inseln, die einmal Berge waren. Die Welt ist wüst und leer wie am Anfang aller Zeiten, ein Friedhof der Gipfelkreuze, die hie und da aus den Fluten emporstechen, rostende Denkmäler unserer Hybris. Die Glocken schweigen tief unten am Grund. Stille Nacht, höllische Nacht… Ich schließe die Augen und lausche dem Weihnachtsgeflüster der Wellen, das von einer Ewigkeit ohne uns erzählt. Ich bete ein Vaterunser: Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf der See. Es gibt kein Brot mehr, und auch keinen Wein. Vergib uns unsere Schuld.

Frisch erschienen im aktuellen Band 67 der Phantastischen Miniaturenreihe der Bibliothek Wetzlar (der Band kann dort per Email-Order bestellt werden!)

BuCon 2022

In diesem Jahr fand die BuCon endlich wieder als Live-Veranstaltung statt. Schön, so viele SchreibkollegInnen und Verlagsleute vor Ort zu treffen! Wir – Kai Focke,  Jacqueline Montemurri,  Alexander Röder, Friedhelm Schneidewind und ich – hatten am Samstag morgen eine Lesung der Phantastischen Miniaturen, bei der ich die Kurzgeschichte „Das brennende Teufelsauge“ aus dem Miniaturen-Doppelband Scharlachkraut und Purpurkraut (Band 24a und 24b der Reihe) vorgelesen habe.

Diese Story findet sich übrigens auch in dem von Sabine Frambach und Kai Focke herausgegebenen Auswahlband Staubkornfee trifft Ich-Maschine – sehr zu empfehlen als Einstiegsband für alle, die einmal die Bandbreite moderner Phantastik erleben möchten!

NoNoWriMo 2021: Somniaveris

Seit Anfang November sitze ich nun am Schreibtisch und schreibe – endlich – die lange geplante Fortsetzung von Somniavero.  Wie ergeht es Akascha wohl in der Zukunft? Was macht Jochanan nach seiner Rückkehr? Werden er und Merlin sich wiedersehen? Welche Pläne hegt Dr. Paulus…? Und was passiert mit dem Wolf?

Alle diese Fragen werden – versprochen! – beantwortet! Außerdem gibt es eine neue Figur, die schon einen Auftritt in einer Kurzgeschichte hatte: Die junge Schmugglerin Rania. Wer sich mit ihr schon einmal bekannt machen möchte, hat im Folgenden Gelegenheit dazu. Die GeschichteIdentichips ist ursprünglich 2020 in der Anthologie Lernende Maschinen – Produkte und Produktionsprozesse der nahen Zukunft (Edition der Phantastischen Bibliothek Wetzlar, Band 5) erschienen.

Ich wünsche Euch ganz viel Spaß beim Lesen!

Wetzlarer Tage der Phantastik 2021

2020 mussten sie leider ausfallen, die Wetzlarer Tage der Phantastik. Die letzten Wochen haben wir gehofft und gebangt und gerechnet. Jetzt steht unser Entschluss fest: Wir wagen es! Mit begrenzter Anzahl an Gästen und einem guten Hygienekonzept wollen wir die Wetzlarer Tage der Phantastik vom 10. bis 12. September durchführen. Unser Thema ist „Weibliche Perspektiven der Zukunft: Science Fiction von deutschsprachigen Autorinnen“. Gerade zu einem Zeitpunkt, zu dem – folgt man der Soziologin Jutta Allmendinger – durch die Corona-Pandemie eine Retraditionalisierung der Geschlechterrollen droht, lohnt es sich, erneut einen Blick auf weibliche Zukunftsideen zu werfen. Doch geht es nicht nur darum, Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen, sondern auch die aktuelle Situation von Autorinnen in der Science Fiction aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten. Eingeladen sind daher besonders auch – ganz in der Tradition der Wetzlarer Tage der Phantastik – Science-Fiction-Autorinnen, um aus ihrem Blickwinkel mitzudiskutieren.

Wir freuen uns auf spannende Vorträge und anregende Diskussionen und würden uns freuen, wenn Du/Sie dabei sein könntest/könnten.

Das Programm ist zu finden auf:

https://phantastik.eu/veranstaltungen/wetzlarer-tage-der-phantastik-uebersicht/wetzlarer-tage-der-phantastik-2020.html

Bitte beachtet, dass die Preisverleihung im Rathaus statfindet, die Tage selber aber in der Phantastischen Bibliothek. Aufgrund des begrenzten Platzes und der 3G-Regel ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich – siehe die Anmeldungwebseite, auf der alles Wesentliche abgefragt wird:

https://phantastik.eu/veranstaltungen/wetzlarer-tage-der-phantastik-uebersicht/anmeldung-zu-den-wetzlarer-tagen-der-phantastik.html?view=form